Samstag, 31. Mai 2014

Blogparade - Was studierst Du und warum?

Blogparade - Was studierst Du und warum?

Hallo Ihr Lieben,



Quelle: Bücherjunkies









bei einer meiner Stöbertouren durch andere Blogs bin ich bei Bücherjunkies auf einen sehr interessanten Beitrag gestoßen. Bei diesem handelt es sich um eine Blogparade zu dem Thema "Was studierst du und warum"? Auch mir wurde diese Frage bereits sehr oft gestellt, und, um ehrlich zu sein, mitunter habe ich sie mir auch selbst gestellt. Daher habe ich mich entschieden, auch einmal etwas zu diesem Thema zu sagen. Wie ihr meiner Rubrik "Über mich" entnehmen könnt, bin ich bereits Religionswissenschaftlerin, diesen Studiengang habe ich also bereits abgeschlossen. Ich werde Euch trotzdem mal etwas darüber berichten.



                                             Vergleichende Religionswissenschaft, B. A.

Was kann man den damit machen? Das ist eine der häufigsten Fragen, die ich zu hören bekomme. Eine weitere wäre: "Willst Du Lehrerin werden?". Der Klassiker jedoch ist die Frage, ob ich gläubig bin. Aber beginnen wir doch mit der letzten Frage. Nein, für Vergleichende Religionswissenschaft muss man nicht gläubig sein. Ich jedenfalls bin Atheistin. Eigentlich ist es sogar von Vorteil, wenn man selbst nicht zu stark in einer Religion involviert ist. Schließlich geht es darum, wie der Name schon sagt, verschiedene Religionen miteinander zu vergleichen. Man beschäftigt sich in dem Studium mit den unterschiedlichsten Religionen. Dazu zählen nicht nur die großen Weltreligionen wie Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus oder Hinduismus, nein, auch alte Religionen oder esoterische Kulte gehören dazu. Mit dem Wort "esoterisch" ist hier allerdings gemeint, dass die Rituale und das Wissen nur innerhalb einer kleinen, eingeweihten Gruppe weitergegeben wird. Ferner beschäftigt man sich auch mit Religionskritik, Religionssoziologie oder der säkularen Gesellschaft. Auch Methoden und empirische Forschungsmethoden gehören dazu. Seinen Schwerpunkt kann man gegen Ende des Studiums selbst suchen. Ich habe mich für alte Kulte und Religionskritik entschieden, das Thema meiner Bachelorarbeit war "Monotheismuskritik in der Diskussion". Je nachdem, was man gewählt hat und ob man noch einen Master macht, kann man sich entscheiden, in welchen Bereichen man arbeitet: Will man Religionsforschung betreiben, dann kann man in verschiedenen Institutionen arbeiten, will man aber erst einmal weiterstudieren, kann man auch an die Universität. Mit Religionswissenschaft auf den Abschluss "Bachelor of Arts" kann man jedenfalls nicht Lehrerin werden, dazu müsste man dann schon evangelische oder katholische Religion auf Lehramt studieren.Ich selbst habe mich für einen Masterstudiengang entschieden, um später mehr Möglichkeiten zu haben.

Wenn Ihr mehr zu diesem Studiengang wissen möchtet, dann klickt hier 

                                                                  Religionsphilosophie, M. A.

Auch hier bekomme ich oft die Frage zu hören, was ich denn bitte damit machen will. Auch die Frage nach der Gläubigkeit wird immer noch recht oft in dem Zusammenhang gestellt. Aber auch hier gilt: Gläubig sein oder einer Religion angehören muss man nicht. Ebenso wie die Religionswissenschaft ist auch die Religionsphilosophie recht breit gefächert. Insgesamt umfasst der Master- Studiengang 9 Module, wobei das neunte Modul allerdings die Masterarbeit ist. Die anderen 8 gliedern sich auf in Religionsphilosophie und Theoretische Philosophie, Religionsphilosophie und Praktische Philosophie, Religionsphilosophie der Antike und des Mittelalters, Religionsphilosophie der Moderne, jüdische Religionsphilosophie, kontinentale Religionsphilosophie, analytische Religionsphilosophie und das Wahlpflichtmodul säkulare Gesellschaft/ Religionswissenschaft/ interkultureller Vergleich. Jedoch kann man bei uns sehr viele Kurse auch am philosophischen Institut belegen, sodass man nicht immer nur Kurse hat, die mit Religion zu tun haben. Ein weiterer Vorteil ist hier, dass die eben genannten Module immer aus zwei Teilen bestehen. Es sind aber nicht immer zwei Seminare oder Seminar und Vorlesung. Nein, viel eher kommt hier eine Besonderheit zu Tage: In fünf von acht Modulen ist der zweite Teil eine neue Form der Kurse, die sogenannten Directed Studies. Diese finden in Kleingruppen oder einzeln mit dem Professor alle zwei Wochen statt. Jedes Mal muss man aber vorher einen Essay abgeben, der dann besprochen wurde. Insgesamt sind es pro Directed Studies ca. sechs bis sieben Essays pro Semester. Dadurch lernt man aber auch sehr schnelles Lesen und Schreiben. Das kann aber auch später von Vorteil sein. Allerdings sollte man bedenken bei diesem Studiengang, dass man doch über recht gute Englischkenntnisse verfügen sollte und auch die philosophischen Kenntnisse sollten ausreichend sein. Den Schwerpunkt der Masterarbeit kann man schließlich so wählen, dass er sich mit späteren Plänen verbinden lässt.
Insgesamt jedoch hat man danach die Möglichkeit, in die Forschung zu gehen, ebenso wie in die Wirtschaft, da auch Ethik ein nicht unwichtiger Aspekt ist. Aber auch ein Einstieg in die Arbeit in Verlagen oder im Journalismus können unter Umständen möglich sein. Mein Ziel ist es, meine Studiengänge mit Politikwissenschaft und Journalismus zu verbinden.

Wenn Ihr mehr zu diesem Masterstudiengang wissen wollt, dann klickt hier

Falls Ihr noch mehr wissen möchtet, könnt Ihr mich gerne fragen.

Eure Jade


Kommentare:

  1. Hallo,

    Oh super ich lese diese Beiträge wirklich gerne, es macht immer wider Spaß zu lesen was andere Studieren. Es ist so interessant das ich immer wieder gespannt auf andere Studienfächer bin.

    LG

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  2. Geil, das mach ich auch gleich! Hast du aber schön erklärt :-)

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