Sonntag, 29. Dezember 2013

Wir lesen "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" - Der 1. Meilenstein

Wir lesen "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" - Der 1. Meilenstein

Achtung: kann Spoiler enthalten

Hallo zusammen,

mittlerweile habe ich nun schon die ersten vier Kapitel des Buches "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green beendet. Eigentlich wollte ich ja am liebsten gleich weiterlesen, aber um den ersten Meilenstein einigermaßen hinzubekommen, habe ich mich letzten Endes dazu gezwungen, doch eine kleine Pause einzulegen. Allerdings kann ich es kaum erwarten weiterzulesen - das Buch hat irgendwie eine zu starke Anziehungskraft auf mich. Ich bin nun schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

Aber kommen wir mal zu meinem ersten Meilenstein.

In den ersten vier Kapiteln lernen wir die 16jährige, krebskranke Hazel kennen. Hazel war mir vom ersten Moment an sympathisch. Sie ist - vielleicht auch bedingt durch ihre Krankheit - nicht der typische Teenager. Hazel denkt sehr viel nach, natürlich auch über den Tod. Das ist aber wohl auch vermutlich normal in ihrer Situation. Schließlich weiß sie ja, dass alle Maßnahmen nur lebensverlängernd sind. Schließlich erfahren wir ja bereits im zweiten Kapitel, dass sie beinahe schon einmal gestorben wäre. Nachvollziehbar  ist für mich - gerade in ihrer Situation - auch ihre Einstellung, sich nicht mehr mit zu vielen Menschen anfreunden zu wollen. Aber vielleicht kann ich auch nur aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen. Daher kann ich auch ihren Hang dazu, Selbsthilfegruppen zu meiden, nachvollziehen. Irgendwie wäre es mir, glaube ich, auch zu deprimierend, in solchen Gruppen immer nur über die Krankheiten zu reden.
Hazel hat zwar auch ein paar Freunde noch aus ihren High- School- Zeiten, aber da sie ja schon länger nicht mehr dorthin geht, scheint dieser Kontakt mehr oder weniger oberflächlich zu sein. 
 
Auch Gus scheint mir ganz sympathisch zu sein. Allerdings wirkt er auf mich, als wollte er etwas verbergen oder nicht wahrhaben wollen mit seiner eigenen Krankheit. Aber jeder hat wohl so seine eigene Einstellung in diesen Dingen. 

Isaac aus der Selbsthilfegruppe ist, wenn er auch (noch) nicht so wirklich wichtig ist, auch ganz in Ordnung. Verstehen konnte ich ihn, als er wegen des Endes der Beziehung mit seiner Freundin am Ende war. Aber auch sie kann ich verstehen. Sie kann es offenbar einfach nicht ertragen, wenn er blind ist und hätte wohl ein schlechtes Gewissen, bis nach der OP zu warten. Dennoch kann ich beide Verhaltensweise irgendwie nachvollziehen. Solche Krankheiten sind schließlich auch für die Angehörigen oder Bekannte nicht einfach. Bekannte können sich einfacher abwenden, Angehörige ja nicht so schnell. 

Interessant fand ich, dass die Selbsthilfegruppe sich im Keller einer Kirche trifft und auch von der Art her eine religiöse Tendenz hat. Aber viele Menschen flüchten sich gerade in solchen Situationen in die Religion - solche Tendenzen konnte ich als Religionswissenschaftlerin bereits beobachten. Auch der Erlösungsgedanke von Religionen wird etwas deutlich. Allerdings kann es auch sein, dass es hier nur mir so geht, eben durch mein Studium der Religionswissenschaft und der Religionsphilosophie. 

So, nun bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht.

Eure Jade


 

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